Bratenstehlen 2026

12. Februar 2026
Bratenstehlen 2026

Am “Gumpigen Donnschtig” schlug die Rankweiler Feuerwehr wieder zu – selbstverständlich nur im Dienste des jahrhundertealten Fasnats-Brauchtums. Zwei Rankler Gastronomiebetriebe wurden Opfer eines minutiös geplanten, filmreif inszenierten Braten-Coups. Die Beute: je ein saftiger Braten samt Beilagen.

Das Bratenstehlen ist fixer Bestandteil des alemannischen Faschings und in Rankweil seit Jahren fest in Feuerwehrhand. Auch heuer lautete der streng geheime Einsatzbefehl: Operation Mohren & Rankler Hof.

Erstes Ziel war das Gasthaus Mohren. Um die Mitarbeiter aus der sicheren Küchenstellung zu locken, wurde vor dem Gebäude ein dramatisches – selbstverständlich streng geheimes – Bobbycar-Rennen veranstaltet.

Was als harmlose Nachwuchsrennserie begann, endete in einem spektakulären Crash mit mehreren „Schwerverletzten“. Mit viel Trara, Blaulicht und lautstarker Einsatzkoordination wurden die Verunfallten versorgt. Die Geräuschkulisse verfehlte ihre Wirkung nicht: Besorgte Mitarbeiter eilten ins Freie, um das Geschehen zu verfolgen.

Während vorne professionell gerettet wurde, arbeitete hinten die zweite Einheit hochkonzentriert und effizient: Über den Hintereingang gelang der Zugriff auf das eigentliche Einsatzziel. Der Braten samt Beilagen wurde sichergestellt und fachgerecht abtransportiert. Einsatz erfolgreich abgeschlossen.

Doch damit nicht genug. Nächster Schauplatz: der Rankler Hof.

Im Gastgarten wurde mittels Rauchkanone und bengalischem Feuer ein eindrucksvolles Brandszenario simuliert. Dichte Rauchschwaden stiegen auf, Blaulicht flackerte, Funkgeräte knisterten – und ein Atemschutztrupp rückte unter schwerem Gerät zur „Brandbekämpfung“ vor.

Auch hier zeigte das Ablenkungsmanöver die gewünschte Wirkung. Während sich die Aufmerksamkeit auf das spektakuläre Löschszenario richtete, nutzte die eingespielte Braten-Spezialeinheit erneut den Hintereingang. Das Objekt der Begierde wurde ohne Widerstand aus der Küche geborgen.

Zwei Einsätze, zwei Volltreffer. Bei beiden Aktionen wurde die Feuerwehr Rankweil tatkräftig von der Polizei Rankweil unterstützt. Offiziell handelte es sich um koordinierte Einsatzmaßnahmen – inoffiziell gilt weiterhin die Unsinnsvermutung einer möglichen Mittäterschaft. Interne Ermittlungen wurden angekündigt, dürften jedoch beim gemeinsamen Verzehr der Beweismittel im Sand verlaufen sein.

Wie es die Tradition verlangt, wurde die Beute im Feuerwehrhaus gemeinsam verspeist. Die Wirte zeigten sich erstaunlich kooperativ und hatten – rein vorsorglich – ausreichend vorbereitet.

Der Gumpige Donnschtig 2026 geht somit als weiterer erfolgreicher Blaulicht-Coup in die Rankler Fasnatsgeschichte ein.

Wir danken dem Gasthaus Mohren, dem Rankler Hof sowie der Polizei Rankweil für die gewohnt hervorragende Zusammenarbeit – und freuen uns bereits jetzt auf die nächste geheime Mission.

Feuerwehr Rankweil, Daniel Lampert

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